Metabolomanalyse des Mundhöhlenkarzinoms mit besonderem Fokus auf die metabolische Bedeutung von tumorassoziierten Makrophagen

Projekt 2025

Dr. med. Dr. med. dent. Ann-Kristin Struckmeier, Klinik fur Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Einblick in die Forschungsarbeit

Projektverlauf und Erfolge

Die Transformation von Normalzellen in Krebszellen ist mit einschneidenden Stoffwechselveränderungen verbunden. Die Kenntnis über diese tumorspezifischen Stoffwechseleigenschaften – des Tumor-Metaboloms – ist die Basis für das Verständnis der pathophysiologischen Mechanismen der Krebsentstehung. Innerhalb der Tumormikroumgebung weisen insbesondere die Tumor-assoziierten Fresszellen (TAFs) eine hohe Plastizität auf und durchlaufen je nach Verfügbarkeit von Sauerstoff und Nährstoffen spezifische funktionelle Veränderungen ihres Stoffwechsels, die weiter zur Tumorentstehung und zum Fortschreiten der Krebserkrankung beitragen können. Im Rahmen von Vorarbeiten konnte die Antragstellerin bereits eine gewisse Heterogenität der TAFs mit Fortschreiten des Mundhöhlenkarzinoms und ihrer Bedeutung für die Tumorprogression beobachten. Aufgrund dessen soll im Rahmen des geplanten Projektes das Tumor-Metabolom des Mundhöhlenkarzinoms mit einem besonderen Fokus auf TAFs untersucht werden. Hierfür werden zunächst die intratumoralen Metabolitenspiegel (d.h. Stoffwechselprodukte) mittels gezielter Massenspektrometrie bestimmt. Die Massenspektrometrie bietet hierbei den Vorteil, dass eine große Anzahl von Molekülen nachgewiesen, quantifiziert und kartiert werden kann. Im Anschluss wird ein Teil des Tumorgewebes in Einzelzellsuspensionen überführt und die TAFs mittels magnetischer Zellsortierung isoliert. Die TAFs werden anschließend ebenfalls hinsichtlich ihrer Metaboliten mittels gezielter Massenspektrometrie untersucht und ihr Phänotyp mithilfe eines lasergestützten Systems bestimmt. Zum Vergleich erfolgt eine Untersuchung von gesundem Nachbargewebe sowie von Speichel- und Blutproben von Krebs- und gesunden Patienten. Durch die hierbei gewonnenen Ergebnisse soll ein wesentlicher Beitrag für den Fortschritt der Präzisionsonkologie geleistet werden.

Förderung: 25.000 Euro

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