Diagnostik bei Larynxkarzinomen: Erforschung der Bedeutung von Veränderungen in der Zusammensetzung des laryngealen Mikrobioms in Korrelation zum endoskopischen Erscheinungsbild

Projekt 2025

Ekin Suman Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie, plastische Operationen, Universitätsklinikum Gießen und PD Dr. rer. nat. Torsten Hain, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Medical Microbiome-Metagenome Unit (M3U), Justus-Liebig-Universität, Gießen

Einblick in die Forschungsarbeit

Projektverlauf und Erfolge

Das Verständnis der Krebsentstehung im oberen Aerodigestivtrakt wächst, ist aber noch unvollständig. Neben klassischen Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und einer Infektion mit dem humanen Papillomavirus, gewinnt die Vorstellung zunehmend an Bedeutung, dass das orale Mikrobiom krebsfördernd sein könnte. Einige Bakterienarten werden in der Literatur häufig mit Tumoren im HNO-Bereich assoziiert. Das Projekt „Diagnostik und Therapiemonitoring bei Larynxkarzinomen: Erforschung der Bedeutung von Veränderungen in der Zusammensetzung des laryngealen Mikrobioms“ untersucht das Mund- und Tumormikrobiom sowie die endoskopisch-makroskopischen Charakteristika von Kehlkopfkrebs in Relation zu gutartigen Kehlkopfbefunden. Hierfür wird die Weißlichtendoskopie und das „Narrow Band Imaging“ sowie „Next generation sequencing“ verwendet. Die letztere Methode ermöglicht die Bestimmung konventionell nicht kultivierbarer Bakterienspezies. Der Grund zur Auswahl dieser Tumorentität (Kehlkopfkarzinom) beruht auf dem Mangel an Studien, die sich insbesondere auf das laryngeale Mikrobiom fokussieren. Außerdem können Krebsvorstufen im Kehlkopfmodell besser erforscht werden, da selbst diese frühzeitig zu klinischen Symptomen führen können. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt sollen helfen, das Bild der laryngealen Tumorentstehung zu erweitern und zukünftige Ansätze zur Frühdiagnostik durch Mikrobiom-Signaturen wie auch zum Therapiemonitoring von Larynxkarzinomen auszuformulieren.

Förderung: 25.000 Euro

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