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13.05.14

Stiftungsprofessor zieht positive Forschungs-Bilanz

Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals unterstützt Erfolg versprechende Projekte mit 50.000 Euro

Prof. Dr. Roland Stauber, Dr. h.c. Klaus G. Adam, Vorsitzender des Stiftungsrates, Richard Patzke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals, Dr. Matthias Lauth, Preisträger von der Philipps-Universität Marburg, Dr. Patrick Schuler, Preisträger vom Universitätsklinikum Ulm, Otto Boehringer, Vorsitzende des Kuratoriums, Anja Haupt Kilian, Vorstand, Christian Barth, Laubenheimer Höhe, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann, Vorstand.

Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals hat bei ihrer 24. Kuratoriumssitzung Förderpreise an zwei deutsche Universitätskliniken für herausragende wissenschaftliche Projekte von bundesweiter Bedeutung vergeben. Dr. Matthias Lauth von der Philipps-Universität Marburg und Dr. Patrick Schuler vom Universitätsklinikum Ulm erhielten jeweils 25.000 Euro für erfolgversprechende Arbeiten.


„Dies ist eine Anschubfinanzierung, um anschließend weitere Drittmittel einwerben zu können. Ohne die Stiftung Tumorforschung Kopf- Hals und deren Unterstützer würden medizinische Innovationen wie die der Preisträger keine Chance haben“, sagte Richard Patzke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals bei der Kuratoriumssitzung auf der Laubenheimer Höhe in Mainz.


Der Kampf gegen den tückischen Kopf-Hals-Krebs hat sich die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals seit mehr als 20 Jahren auf die Fahnen geschrieben. Deutschlandweit erkranken von 100.000 Menschen jedes Jahr 16 Menschen neu an einem Tumor im Kopf-Hals Bereich, welches weltweit die fünfthäufigste Tumorerkrankung darstellt. Nicht einmal 50 Prozent der Erkrankten überleben fünf Jahre nach der Diagnose. Das Anfangskapital der Stiftung von 100.000 DM ist inzwischen auf rund 2,6 Millionen Euro angewachsen.

Von den Erträgen wurde 2004 zu Ehren des Stiftungsbegründers die „Dieter Haupt Stiftungsprofessur“ an der HNO-Klinik der Universitätsmedizin in Mainz eingerichtet, die Prof. Dr. Roland Stauber innehatte: „Gerade bei Krebserkrankungen im Kopf-Hals Bereich lag die Forschung bislang in einer Art Dornröschenschlaf“, blickte Prof. Stauber zurück. Eine der dringendsten Herausforderungen im Bereich der Tumorforschung sei es, Grundlagen und patientenrelevante Forschung besonders effektiv zu verbinden.

 

„Auf der Suche nach neuen ‚Magischen Kugeln’, ganz im Sinne von Paul Ehrlich, dem Vater der heutigen Chemotherapie, setzten wir Mikroskopietechniken in Verbindung mit speziellen Roboter-Systemen ein, um therapeutisch relevante Substanzen unter zigtausenden chemischen Stoffen gezielt zu identifizieren“, erklärte Prof. Stauber. Diese Suche nach der ‚Stecknadel im Heuhaufen’ hatte tatsächlich zur Entdeckung neuer, bereits patentierter antitumoraler Stoffe geführt.

 

„Als Fazit aus der ehemaligen Stiftungsprofessur bleibt festzuhalten, dass die Stiftungskultur in Deutschland durchaus in der Lage ist, über Anschubfinanzierung Steine ins Rollen zu bringen, die letztendlich auch den Patienten zugute kommen“, bekräftigt auch Vorstandsmitglied der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann. Die Stiftung schreibt bundesweit jährlich Forschungsstipendien aus.

 

Der Vorsitzende des Kuratoriums, zugleich einer der Gründungsmitglieder der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals, Otto Boehringer, sagte: „Innovationen auf den Markt zu bringen ist immer schwerer. Damit die herausragenden Ideen junger Wissenschaftler gefördert werden, leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag für die Erforschung von Tumoren im Hals-Kopfbereich.“



Die geförderten Forschungsprojekte:


Dr. Matthias Lauth, Philipps-Universität Marburg

Projekt: „Untersuchung einer neuartigen Zielstruktur zur Therapie des pädiatrischen Medulloblastoms

Das Medulloblastom (MB) ist der häufigste bösartige Hirntumor im Kindesalter. Obwohl inzwischen wirksame neue Medikamente für den klinischen Einsatz entwickelt wurden, besteht das Problem der schnellen Resistenzentwicklung gegenüber diesen Substanzklassen. Eine Lösung des Problems ist die Identifikation neuer Zielstrukturen, welche für die Therapie des malignen MB geeignet sind. Unser Projektziel ist die Evaluierung einer solchen neuartigen und zugleich Tumorselektiven Therapieoption für den häufigsten Kinderhirntumor.


Förderbetrag: 25.000 Euro

Dr. Patrick Schuler, Universitätsklinikum Ulm

Projekt: „Modulation der Ektonukleotidasen-Aktivität auf Exosomen in Patienten mit Kopf-Hals-Karzinomen

Das Immunsystem von Tumorpatienten ist in seiner Funktion dauerhaft geschwächt und begünstigt daher wesentlich das Wachstum von bösartigen Kopf-Hals-Tumoren. Die Tumorzellen werden vom Immunsystem entweder nicht erkannt oder können nicht adäquat vernichtet werden. Kleine Zellvesikel (Exosomen) werden von körpereigenen Zellen abgesondert und unterdrücken durch die Produktion von Adenosin das menschliche Immunsystem. Im Blut von Tumorpatienten ist die Anzahl der Exosomen besonders hoch, was zu einer reduzierten Immunabwehr führt. In dem Projekt wird untersucht, ob durch die Blockade der Adenosin-Produktion die Prognose der Tumorpatienten verbessert werden kann.


Förderbetrag: 25.000 Euro

Pressekontakt: IHK für Rheinhessen
Stefan Linden
Pressesprecher
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