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24.04.13

Stiftung vergibt zum 22. Mal Förderpreise an deutsche Unikliniken

Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals unterstützt Erfolg versprechende Projekte mit 50.000 Euro

Richard Patzke, Prof. Wolf Mann, Anja Haupt-Kilian, Michael Ebling, Dr. med. Rosemarie Franziska Alexandra Krupar, Otto Boehringer, Dipl. Biol. Désirée Wünsch, Dr. h.c. Klaus G. Adam, Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, Peter Ditsch (v.l.) bei der Förderpreisübergabe der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals.

Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals hat bei ihrer 22. Kuratoriumssitzung an drei deutsche Universitätskliniken Förderpreise für herausragende wissenschaftliche Projekte von bundesweiter Bedeutung vergeben. Prof. Dr. Roland Stauber von der Universitätsmedizin Mainz erhielt 21.600 Euro, PD Dr. Katrin Hertrampf vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein 10.000 Euro und Dr. med. Rosemarie Franziska Alexandra Krupar von der Universität Regensburg 18.400 Euro für ihre Erfolg versprechenden Arbeiten.
Deutschlandweit erkranken von 100.000 Menschen jedes Jahr 16 Menschen neu an einem Tumor im Kopf-Hals Bereich, welches weltweit die fünfthäufigste Tumorerkrankung darstellt. Nicht einmal 50 Prozent der Erkrankten überleben fünf Jahre nach der Diagnose. Knapp 20.000 Stiftungen gibt es in Deutschland. Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals ist seit mehr als 20 Jahren aktiv, fördert Lehre und Forschung mit einer Anschubfinanzierung und gibt damit jungen, herausragenden Wissenschaftlern eine Chance.

„Ohne die Anschubfinanzierung durch die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals würden viele Forschungsprojekte im Sande verlaufen. Medizinische Innovationen zur Bekämpfung dieser tückischen Krebsart müssten auf der Strecke bleiben“, sagte Richard Patzke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals bei der Kuratoriumssitzung im Restaurant Laubenheimer Höhe in Mainz. Das Anfangskapital der Stiftung von 100.000 DM ist inzwischen auf rund 2,4 Millionen Euro angewachsen. „Die Förderung durch die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals hat dazu geführt, dass das Forschungsprojekt an der Mainzer HNO-Klinik weitere Mittel bekommen hat. Die Carl-Zeiss-Stiftung unterstützt unser Vorhaben jetzt mit einer Million“ erläuterte Vorstandsmitglied Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann.

Die Stiftung schreibt bundesweit jährlich Forschungsstipendien aus. 2012 stellten 24 Wissenschaftler von 14 deutschen Universitäten einen Antrag mit einem Gesamtvolumen von mehr als einer Million Euro. Der Vorsitzende des Kuratoriums und einer der Gründungsmitglieder der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals, Otto Boehringer, sagte: „Es ist immer schwerer Innovationen auf den Markt zu bringen. Dafür benötigen wir die herausragenden Ideen junger Wissenschaftler. Die Stiftung leistet hierzu einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der Erforschung von Tumoren im Hals-Kopfbereich.“

Die geförderten Forschungsprojekte:
Dr. med. Rosemarie Franziska Alexandra Krupar, Institut für Pathologie der Universität Regensburg
Projekt: „Interaktion von Tumormetabolismus und high-risk humanen Papillomaviren (HPV) im Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereichs als Ursache einer erhöhten Strahlentherapiesensitivität“

Es ist bekannt, dass ein Teil der von der Schleimhaut ausgehenden bösartigen Tumore des Kopf-Hals-Bereichs durch eine anhaltende Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) entstehen kann, welche auch als Ursache für Gebärmutterhalskrebs bekannt ist. Obwohl sich virusbedingte Kopf-Hals-Tumore mit einem aggressiveren Krankheitsverlauf präsentieren, überleben Patienten mit HPV-positiven Tumoren unter Therapie länger als Patienten mit herkömmlichen Tumoren, da diese besser auf eine Strahlen- bzw. Chemotherapieansprechen. Wir vermuten, dass virusbedingte Kopf-Hals-Tumore über einen anderen Stoffwechsel verfügen als herkömmliche Tumore. Durch vergleichende Untersuchungen von virustragenden Tumorzellinien und nicht- infizierten Tumorzelllinien sowie von Tumorgewebe virusbedingter und herkömmlicher Tumore sollen in diesem Forschungsprojekt Unterschiede im Stoffwechsel der zwei Tumorformen nachgewiesen werden.
Förderbetrag: 18.400 EUR

Prof. Dr. Roland Stauber / Dipl. Biol. Désirée Wünsch, HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz
Projekt: „Bedeutung von Survivin für die Strahlentherapieresistenz“

„Tumorzellen in die Knie zwingen" – das ist das Ziel der Mainzer Forscher. Mit Stahl, Strahl oder Gift kämpfen die Mediziner gegen das Krebsgeschwür. Was aber, wenn diese ‘Waffen’ versagen? Die Biologin Désirée Wünsch von der HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz erforscht, wie sich Krebszellen gegen die Strahlentherapie zur Wehr setzen. Im Visier der Forscherin steht dabei das Eiweiß ‚Survivin’, abgeleitet vom Englischen ‚to survive’. Die im Rahmen des durch die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals geförderte Forschungsprojektes gewonnen Erkenntnisse sollen letztendlich dazu dienen, den Erfolg der Strahlentherapie zu verbessern und Nebenwirkungen zu mindern.
Förderbetrag: 21.600 Euro
PD Dr. Katrin Hertrampf, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, MKG
Projekt: „Präventionskampagne ‚Gemeinsam gegen Mundkrebs in Schleswig- Holstein’, Verbesserung der Früherkennung von Tumoren der Mundhöhle“

Die geschätzte Zahl der Neuerkrankungen bei Tumoren der Mundhöhle und des Rachenraumes zeigt seit dem Jahr 2000 einen wieder ansteigenden Trend von vorher 10.000 auf 13.000 Inzidenzen pro Jahr. In der Bevölkerung besteht ein gravierendes Informationsdefizit hinsichtlich der Existenz und der Präventionsmöglichkeiten dieser Krebsart. Daher wurde eine umfassende Bevölkerungskampagne mit wissenschaftlicher Begleitevaluation in Schleswig-Holstein als Modellprojekt für Deutschland im April 2012 gestartet. In der Kampagne werden settingbezogene und interpersonale Kommunikation eng mit (massen-)medialen Kommunikationswegen verzahnt. Die Kampagnenbotschaften und Kommunikationsmittel sowie ihre Wirksamkeit werden prozessbegleitend systematisch evaluiert.
Förderbetrag: 10.000 Euro


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