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23.04.12

Stiftung vergibt zum 20. Mal Förderpreise an deutsche Universitätskliniken

Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals unterstützt Erfolg versprechende Projekte mit 50.000 Euro

Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals vergab Förderpreise in Höhe von insgesamt 50.000 Euro. Das Foto zeigt (v.l.) Wolfgang Struz, Richard Patzke, Otto Boehringer, Preisträger Dr. Jürgen Brieger, Anja Haupt-Kilian, Prof. Dr. Wolf Mann, Peter Ditsch und Preisträger Dr. Piotr Grabarczyk. Foto: Gabi Rückert

Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals hat bei ihrer 20. Kuratoriumssitzung an zwei deutsche Universitätskliniken Förderpreise für herausragende wissenschaftliche Forschungen von bundesweiter Bedeutung vergeben. PD Dr. phil. nat. et med. habil. Jürgen Brieger von der Universitätsmedizin Mainz erhält 22.000 Euro und Dr. rer. nat. Piotr Grabarczyk von der Universitätsmedizin Greifswald 28.000 Euro für ihre Erfolg versprechenden Projekte.

Deutschlandweit erkranken von 100.000 Menschen jedes Jahr 16 Menschen neu an einem Tumor im Kopf-Hals Bereich, welches weltweit die fünfthäufigste Tumorerkrankung darstellt. Nicht einmal 50 Prozent der Erkrankten überleben fünf Jahre nach der Diagnose. Neue Therapien bleiben eine Frage über Leben und Tod.

„Die Arbeit der Stiftung Tumorforschung ist geprägt von großer Kontinuität und hat sich inzwischen einen Namen in der deutschen Wissenschaftsszene gemacht. Ohne die Anschubfinanzierung der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals wären so manche Forschungsprojekte im Sande verlaufen“, betonte Richard Patzke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals bei der Kuratoriumssitzung im Restaurant Laubenheimer Höhe in Mainz. Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals wurde 1992 durch Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Industrie sowie Professoren der Medizin gegründet. Initiatoren waren Dieter Haupt, der selbst an Kehlkopfkrebs erkrankt war, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolf Mann und Prof. h. c. Wolfgang Strutz. Das Anfangskapital der Stiftung betrug 100.000 DM, inzwischen ist es auf rund 2,2 Millionen Euro angewachsen.

Ziel der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals ist es, Lehre und Forschung mit einer Anschubfinanzierung zu fördern, um junge, herausragende Wissenschaftler zu unterstützen. „Private Anschubfinanzierung ist deshalb wichtig, um weiterführende staatliche Unterstützung zu erhalten. Deshalb habe eine Anschubfinanzierung von beispielsweise 20.000 Euro einen Forschungs-Effekt von rund  200.000 Euro", erläuterte Vorstandsmitglied Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann.

Die Stiftung schreibt bundesweit jährlich Forschungsstipendien aus. 2011 stellten 17 Wissenschaftler von 10 deutschen Universitäten einen Antrag mit einem Gesamtvolumen von rund einer halben Million Euro. Der Vorsitzende des Kuratoriums und einer der Gründungsmitglieder der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals, Otto Boehringer, sagte: „Die Sponsoren und die Preisträger leisten einen wesentlichen Beitrag für die Zukunft der Forschung von Tumoren im Hals-Kopfbereich, denn in der heutigen Zeit ist es schwieriger denn je geworden, herausragende Ideen junger Wissenschaftler in sichere Forschungsprojekte zu überführen.“

Die geförderten Forschungsprojekte:

PD Dr. phil. nat. et med. habil. Jürgen Brieger, Universitätsmedizin Mainz
Projekt: „Analyse von GRP78, hnRNPK, PRDX6 und ACTC als potentielle Ziele für die gerichtete Hemmung der Strahlenresistenz von Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen„

Kopf-Hals-Tumoren sprechen oft schlecht auf Bestrahlung an. Ursache sind vermutlich aktivierte Resistenzwege. Welche Moleküle aber beteiligt sind, ist weithin unbekannt, weshalb eine gezielte medikamentöse Beeinflussung nicht möglich ist. Wir konnten in Vorarbeiten vier durch Bestrahlung regulierte Proteine identifizieren, die wir nun auf ihre Rolle im Rahmen der Strahlenresistenz hin untersuchen werden. Ziel ist es, Schlüsselmoleküle zu identifizieren, die dann gezielt medikamentös gehemmt werden können, um damit die Wirksamkeit der Strahlentherapie zu erhöhen.
Förderbetrag: 22.000 Euro

Dr. rer. nat. Piotr Grabarczyk, Universitätsmedizin Greifswald
Projekt: „Bcl11b - ein vielversprechendes Zielprotein in der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren“

Neben einer verbesserten Prävention und frühen Diagnostik bei Tumoren im Kopf-Halsbereich ist die Identifizierung geeigneter Zielmoleküle für bessere therapeutische Interventionen notwendig. In Vorarbeiten ist der Arbeitsgruppe die Identifizierung eines solchen möglichen Proteins (Bcl11b) gelungen, dessen Blockade in Krebszellen den Zelltod auslöst. Vorarbeiten zeigen, dass auch in Plattenepithelkarzinomen eine erhöhte Sensitivität nach Bcl11b-Ausschalten gegenüber DNA-schädigenden Agenzien besteht und Apoptose ausgelöst wird. Die daran beteiligten Signalwege sollen aufgeklärt und basierend auf diesen Erkenntnissen ist die Etablierung eines neuen, zielgerichteten  Ansatzes für die Behandlung dieser Tumore geplant.
Förderbetrag: 28.000 Euro.

Pressekontakt:
IHK für Rheinhessen
Stefan Linden
Pressesprecher
Tel: +49 6131 262-1005
stefan.linden@rheinhessen.ihk24.de

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Kontakt

Stiftung Tumorforschung
Kopf-Hals
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