Logo Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals

Wir forschen für Sie und Ihre Kinder

Details
15.10.14

Stiftung vergibt 6. Alexander Karl Preis

Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals unterstützt Erfolg versprechende Projekte mit 50.000 Euro

Dr. med. Oliver Bähr, Prof. Wolfgang Strutz, Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann, Dr. h.c. Klaus G. Adam, Prof. Dr. med. Jan Gosepath, Richard Patzke, Peter Ditsch, Anja Haupt-Kilian, Dr. med. Philipp Rudolf bei der Verleihung des Alexander Karl Preises im Nassauer Hof Wiesbaden. Foto: Gabi Rückert

Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals hat bei ihrer 25. Kuratoriumssitzung den Alexander Karl Preis an Forscher von zwei deutschen Universitätskliniken für her- ausragende wissenschaftliche Projekte vergeben. Dr. med. Oliver Bähr vom Universitätsklinikum Frankfurt und Dr. med. Philipp Rudolf von der HNO Universitätsklinik Lübeck erhielten je 25.000 Euro für Erfolg versprechenden Arbeiten.

Knapp 20.000 Stiftungen gibt es in Deutschland. Die Alexander Karl-Stiftung ist 2009 von dem verstorbenen Mainzer Automobilkaufmann Alexander R. Karl ins Leben gerufen worden und unterstützt mit dem Alexander Karl Preis bereits zum sechsten Mal Projekte junger Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Tumorforschung Kopf-Hals mit jährlich 50.000 Euro. Eingereicht worden waren 25 Projektanträge von Forschergruppen deutscher Universitäten.

„Junge Wissenschaftler erhalten durch diese Anschubfinanzierung die Möglichkeit, anschließend Drittmittel einwerben zu können. Durch die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals und deren Unterstützer können medizinische Innovationen zur Bekämpfung dieser tückischen Krebsart besser gefördert werden“, sagte Richard Patzke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals bei der Kuratoriumssitzung im Nassauer Hof in Wiesbaden.

 

Die gezielte Förderung der Forschung von Kopf-Hals-Tumoren ist notwendig, weil deutschlandweit von 100.000 Menschen jedes Jahr 16 Menschen neu an einem solchen Tumor erkranken. Das ist weltweit die fünfthäufigste Tumorerkrankung. Nicht einmal 50 Prozent der Betroffenen überleben fünf Jahre nach der Diagnose. Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals ist seit mehr als 20 Jahren aktiv. Das Anfangskapital der Stiftung von 100.000 DM ist inzwischen auf rund 2,6 Millionen Euro angewachsen.

Der Mitbegründer der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals und Vorstandsmitglied Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann hat die wissenschaftliche Leitung der Jury zur Auslobung der Förderpreise an das neue Vorstandsmitglied Prof. Dr. med. Jan Gosepath über- geben. Prof. Mann, langjähriger Chef der HNO-Klinik an der Mainzer Universitätsmedizin, hat seine Tätigkeit dort beendet und möchte einen Generationenwechsel bei der Stiftungsarbeit einleiten.

Prof. Gosepath ist Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie der Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH (HSK) und neu in den Vorstand der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals gewählt worden: „Die Leitung des hochkarätig besetzten Gutachtergremiums stellt für mich eine spannende Aufgabe dar. Damit ist auch weiterhin gewährleistet, dass die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals Projekte fördert, die das Potenzial haben, schnell den Sprung vom Labor in den klinischen Alltag zu schaffen.“

Der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals, Dr. h.c. Klaus Adam, würdigte die Arbeit der Preisträger: „Innovationen auf den Markt zu bringen ist immer schwerer. Damit die herausragenden Ideen junger Wissenschaftler gefördert werden, leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag für die Erforschung von Tumoren im Hals-Kopfbereich.“


Die geförderten Forschungsprojekte:

Dr. med. Oliver Bähr, Universitätsklinikum Frankfurt, Dr. Senckenbergisches Institut für Neuroonkologie


Projekt: „Nachweis von IDH-Mutationen in Gliomen mittels MR-Spektroskopie“

IDH-Mutationen haben sich seit ihrer Entdeckung 2009 in kürzester Zeit zu einem der wichtigsten molekularen Markern von Gliomen entwickelt. Bei Vorliegen dieser Mutation kommt es zu einer Änderung des Tumorstoffwechsels und einer unnatürlich hohen Konzentration des Stoffwechselproduktes 2-Hydroxyglutarat. Dieses Stoffwechselprodukt ist für die Tumorentstehung von entscheidender Bedeutung. Unser Ziel ist es nun, dieses Stoffwechselprodukt oder den geänderten Tumorstoffwechsel insgesamt mittels innovativer kernspintomographischer Methoden (MR- Spektroskopie) nachzuweisen. Dies hätte nicht nur diagnostische Bedeutung, sondern könnte zukünftig auch zum Therapiemonitoring genutzt werden.

Förderbetrag: 25.000 Euro

Dr. med. Philipp Rudolf, HNO Universitätsklinik Lübeck


Projekt: „Apoptoseinduktion und Apoptoseresistenz durch den TLR3-Liganden PolyI:C in Kopf-Hals-Karzinomen“

Der Rezeptor TLR3 dient als zentraler Protagonist der Immunabwehr und hat hier- durch einen Einfluss auf die Tumorentstehung. Das Ziel unseres Projektes ist es die Bedeutung des TLR3-stimulierenden Poly I:C im Hinblick auf eine Beeinflussung des Tumorwachstums in vitro zu untersuchen. Hieraus könnten sich zukünftig neue therapeutische Ansätze für die Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren ergeben.

Förderbetrag: 25.000 Euro

 

Pressekontakt:
IHK für Rheinhessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schillerplatz 7, 55116 Mainz
Tel: +49 6131 262-0
gabi.rueckert@rheinhessen.ihk24.de

Stiftungssitz:
Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals
Walkmühlenstr. 4
65195 Wiesbaden
Tel: +49 611 360360
Fax: +49 611 4113708
Mail: info@stiftung-tumorforschung.de
Web: www.stiftung-tumorforschung.de 

Kontakt

Stiftung Tumorforschung
Kopf-Hals
c/o Peter E. Geipel
Walkmühlstraße 4
65195 Wiesbaden

Tel: +49 (0) 611 36 03 60
Fax: +49 (0) 611 4 11 37 08

Leben retten

Unterstützen Sie uns mit einer Spende bei der Förderung der Forschung und Lehre zu Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich.

Ihre Spende fließt direkt zu 100 % in die Tumorforschung in Deutschland.

Das gesamte Team der Stiftung Tumorforschung arbeitet ausschließlich ehrenamtlich. Dadurch können wir Ihnen garantieren, dass Ihre Unterstützung vollständig für den Stiftungszweck verwendet wird.

Jetzt spenden