Logo Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals

Wir forschen für Sie und Ihre Kinder

Details
30.10.13

Stiftung vergibt 5. Alexander Karl Preis

Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals unterstützt Erfolg versprechende Projekte mit 50.000 Euro

Dr. med. Chia-Jung Busch, Richard Patzke, Dr. h.c. Klaus G. Adam, Alexan- der Doerr, stellvertretender Direktor im Nassauer Hof, Dr. Judith Strozynski, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann, Anna Maria Karl, Witwe des verstorbenen Unternehmers Alexander Karl, Otto Boehringer. Foto: Gabi Rückert

Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals hat bei ihrer 23. Kuratoriumssitzung den Alexander Karl Preis an zwei deutsche Universitätskliniken für herausragende wissenschaftliche Projekte von bundesweiter Bedeutung vergeben. Dr. Judith Strozynski, HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz und Dr. med. Chia-Jung Busch, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf erhielten je 25.000 Euro für ihre Erfolg versprechenden Arbeiten.
Knapp 20.000 Stiftungen gibt es in Deutschland. Die Alexander Karl-Stiftung ist 2009 von dem verstorbenen Mainzer Automobilkaufmann Alexander R. Karl ins Leben gerufen worden und unterstützt mit dem Alexander Karl Preis bereits zum fünften Mal Projekte junger Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Tumorforschung Kopf-Hals mit jährlich 50.000 Euro.
„Die Anschubfinanzierung von erfolgversprechenden Forschungsprojekten ist not- wendig, um anschließend Drittmittel einwerben zu können. Ohne die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals und deren Unterstützer würden medizinische Innovationen zur Bekämpfung dieser tückischen Krebsart keine Chance haben“, sagte Richard Patzke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals bei der Kuratoriumssitzung im Nassauer Hof in Wiesbaden.
Deutschlandweit erkranken von 100.000 Menschen jedes Jahr 16 Menschen neu an einem Tumor im Kopf-Hals Bereich, welches weltweit die fünfthäufigste Tumorerkrankung darstellt. Nicht einmal 50 Prozent der Erkrankten überleben fünf Jahre nach der Diagnose. Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals ist seit mehr als 20 Jahren aktiv. Das Anfangskapital der Stiftung von 100.000 DM ist inzwischen auf rund 2,6 Millionen Euro angewachsen. „Für die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals ist es wichtig, Projekte zu fördern die das Potenzial haben, schnell den Sprung vom Labor in den klinischen Alltag zu schaffen und damit bestehende Therapien nachhaltig verbessern", erläuterte Vorstandsmitglied Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann.
Die Stiftung schreibt bundesweit jährlich Forschungsstipendien aus. 2013 stellten 17 Wissenschaftler von 16 deutschen Universitäten einen Antrag. Der Vorsitzende des Kuratoriums, zugleich einer der Gründungsmitglieder der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals, Otto Boehringer, sagte: „Innovationen auf den Markt zu bringen ist immer schwerer. Damit die herausragenden Ideen junger Wissenschaftler gefördert werden, leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag für die Erforschung von Tumoren im Hals-Kopfbereich.“

Die geförderten Forschungsprojekte:

Dr. Judith Strozynski, HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz Projekt: „hnRNPK als molekulares Ziel zur Erhöhung der Strahlensensibilität: Beeinflusst hnRNPK die DNA-Schadenantwort?“
Kopf-Hals-Tumoren sprechen nur schlecht auf Bestrahlung an. Wir konnten in Vorarbeiten das Protein (Eiweiß) hnRNPK (heterogeneous ribonuclear protein K) identifizieren, das durch Bestrahlung aktiviert wird und möglicherweise die Streuung (Metastasierung) von Tumorzellen beeinflusst. Im Rahmen des geförderten Projektes wollen wir verstehen, wie dieses Protein in der Zelle reguliert wird. Ziel ist, dieses Eiweiß künftig mit Medikamenten zu beeinflussen und damit das aggressive Wachstum des Tumors einzudämmen. Förderbetrag: 25.000 Euro
Dr. med. Chia-Jung Busch, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Projekt: „Strahlensensibilisierung HPV-positiver Kopf-Hals Tumore durch Inhibition von Chk1: Resistenzmechanismen und therapeutische Optionen“ Patienten mit Kopf-Hals Tumoren haben trotz Fortschritten in der Medizin in der Regel eine relativ schlechte Prognose. Eine Ausnahme bilden die Patienten mit sogenannten HPV-assoziierten Tumoren. Diese Tumore konnten in der Zellkultur durch eine spezifische Substanz, ein Chk1-Inhibitor, strahlensensibilisiert werden. Die Erforschung von Mechanismen, die dazu führen, sind essentiell, um das Ansprechen der Tumore auf diese spezielle Target-Therapie zu verstehen und in Zukunft Patienten eine individualisierte Therapie anbieten zu können.

Pressekontakt:
IHK für Rheinhessen
Stefan Linden
Pressesprecher
Tel: +49 6131 262-1005
stefan.linden@rheinhessen.ihk24.de

Stiftungssitz:
Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals
Wilhelmstr. 12
65185 Wiesbaden
Tel: +49 611 360 3620
Fax: +49 611 360 3626
Mail: info@stiftung-tumorforschung.de
Web: www.stiftung-tumorforschung.de 
--> --> --> --> --> --> --> --> --> --> -->

Kontakt

Stiftung Tumorforschung
Kopf-Hals
c/o Peter E. Geipel
Walkmühlstraße 4
65195 Wiesbaden

Tel: +49 (0) 611 36 03 60
Fax: +49 (0) 611 4 11 37 08

Leben retten

Unterstützen Sie uns mit einer Spende bei der Förderung der Forschung und Lehre zu Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich.

Ihre Spende fließt direkt zu 100 % in die Tumorforschung in Deutschland.

Das gesamte Team der Stiftung Tumorforschung arbeitet ausschließlich ehrenamtlich. Dadurch können wir Ihnen garantieren, dass Ihre Unterstützung vollständig für den Stiftungszweck verwendet wird.

Jetzt spenden