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11.04.11

Höchstes Preisgeld seit Bestehen der Stiftung an Erfolg versprechende Projekte vergeben

Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals unterstützt Wissenschaftler mit einem Gesamtvolumen von knapp 70.000 Euro

Teilnehmer

Der Vorsitzende der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals, Richard Patzke (4. v.l.), und der Vorsitzende des Kuratoriums, Otto Boehringer (r.), überreichen den Preisträgern Jun.-Prof. Dr. Shirley Knauer (2. v.l.), Dr. med. Annette Affolter (5. v.l.) und Dr. Jürgen Brieger (6. v.l.) ihre Urkunden. / Foto: Rückert

Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals hat bei ihrer 18. Kuratoriumssitzung das bislang höchste Preisgeld für zwei herausragende wissenschaftliche Forschungen von bundesweiter Bedeutung vergeben. Mit insgesamt knapp 70.000 Euro unterstützt die Stiftung das Projekt von PD Dr. phil. nat. et med. habil. Jürgen Brieger und Dr. med. Annette Affolter vom Labor für molekulare Tumorbiologie der Universitätsmedizin Mainz sowie die Forschung von Jun.-Prof. Dr. Shirley Knauer vom Zentrum für Medizinische Biotechnologie, Universität Duisburg-Essen. 

Grundsätzlich beschäftigen sich die Wissenschaftler mit der Frage: „Wie können Krebszellen dauerhaft unschädlich gemacht werden, wenn Chemotherapie oder Bestrahlungen versagen?“ Deutschlandweit erkranken von 100.000 Menschen jedes Jahr 16 Menschen neu an einem Tumor im Kopf-Hals Bereich, welches weltweit die fünfthäufigste Tumorerkrankung darstellt. Nicht einmal 50 Prozent der Erkrankten überleben fünf Jahre nach der Diagnose. Neue Therapien bleiben deshalb eine Frage über Leben und Tod. Hier setzen die geförderten Forschungsprojekte an.

„Die Stiftung leistet eine Anschubfinanzierungen für Erfolg versprechende Projekte, die ohne private Unterstützung nicht möglich wären. Bei der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals fließt jede Spende zu hundert Prozent in die Forschung. Sämtliche administrative oder sonstige Kosten werden zusätzlich erbracht“, betonte Richard Patzke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals.

Ziel der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals ist es, Lehre und Forschung zu fördern, um die Behandlung von Tumorerkrankungen nachhaltig zu verbessern und junge, herausragende Wissenschaftler zu unterstützen. „Gefördert werden Projekte, die das Potenzial haben, schnell den Sprung vom Labor in den klinischen Alltag zu schaffen und damit bestehende Therapien nachhaltig verbessern", erläuterte Vorstandsmitglied Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann.

Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals wurde 1992 durch Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Industrie sowie Professoren der Medizin gegründet. Initiatoren waren Dieter Haupt, der selbst an Kehlkopfkrebs erkrankt war, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolf Mann und Prof. h. c. Wolfgang Strutz. Das Anfangskapital der Stiftung betrug 100.000 DM, inzwischen ist es auf rund zwei Millionen Euro angewachsen. Die Stiftung schreibt bundesweit jährlich Forschungsstipendien aus. Im vergangenen Jahr stellten 24 Wissenschaftler von 15 deutschen Universitäten einen Antrag mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Millionen Euro.

„Die Preisträger leisten mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten einen wesentlichen Beitrag für die Zukunft der Forschung von Tumoren im Hals-Kopfbereich“, würdigte der Vorsitzende des Kuratoriums, Otto Boehringer, und dankte den Sponsoren, die die Stiftung jedes Jahr unterstützen.

Die geförderten Forschungsprojekte:

PD Dr. phil. nat. et med. habil. Jürgen Brieger/ Dr. med.
Annette Affolter, Labor für molekulare Tumorbiologie, Universitätsmedizin Mainz
Thema: „Hemmung des Signalmoleküls ERK als Ansatzpunkt für eine verbesserte Strahlentherapie von Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen„

Bestrahlungen sind ein wirksamer Baustein in der Therapie von Kopf-Hals-Tumoren. Aus unbekannten Gründen sprechen manche Tumoren aber besser an als andere. Eine Ursache könnte die Aktivierung von schützenden Proteinen in der Krebszelle sein. Auf welchem Wege Bestrahlungen diese unerwünschte Aktivierung bewirken, soll in diesem Projekt untersucht werden. Die beiden Forscher wollen Ansatzpunkte für eine gezielte medikamentöse Hemmung dieser Schutzmechanismen finden.
Förderbetrag: 38.776 Euro.

Jun.-Prof. Dr. Shirley Knauer, Zentrum für Medizinische Biotechnologie, Universität Duisburg-Essen
Thema: "Einfluss von nitrosativem und oxidativem Stress auf das zytoprotektive Protein Survivin: Molekulare Bedeutung für die Tumor-Stroma-Interaktion bei Kopf-Hals-Tumoren.“

Das Eiweiß Survivin gilt als tumorfördernd, seine Herstellung wird durch verschiedene chemische Stressfaktoren nicht nur in Krebszellen der Kopf-Hals-Region, sondern auch in unterschiedlichen Zelltypen der Tumorumgebung induziert. Dies kann die Therapieresistenz von Plattenepithelkarzinomen der Kopf-Hals-Region steigern. In diesem Projekt soll nun das Zusammenspiel dieses Tumortyps mit seiner Mikroumgebung sowie die Kommunikationsmechanismen im Detail entschlüsselt und gestört werden. Dadurch können bestehende Behandlungsstrategien verbessert oder neue Therapieoptionen eröffnet werden.
Förderbetrag: 29.500 Euro


 
Pressekontakt:
IHK für Rheinhessen
Stefan Linden
Pressesprecher
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