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Forschungsschwerpunkte

Die auf nationaler Ebene geförderten Forschungsprojekte befassen sich mit einer Verbesserung der Diagnostik, Therapie und Prävention von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich bei Kindern und Erwachsenen - auf der Ebene molekularbiologischer Forschungsarbeiten sowie durch eine Verbesserung von Diagnostik- und Behandlungsmethoden.

So werden in den Projekten von PD Dr. A. Giese, Göttingen („Swept Source“ Kohärenztomographie zur intraoperativen Resektionskontrolle in der Chirurgie hirneigener Tumore, 2006) und PD Dr. M. Reinges, PD Dr. T. Krings, Aachen (Diffusions-Tensor Bildgebung bei 3 Tesla zur Darstellung großer Faserbahnsysteme in der Tumorchirurgie, 2004) hochmoderne Bildgebungsverfahren erprobt, um den Behandlungserfolg minimalinvasiver und komplizierter Operationstechniken zu optimieren.

Da durch eine Früherkennungsuntersuchung die Erkrankung in einem frühen Stadium erkannt und entsprechend besser behandelt werden kann, beschäftigen sich mehrere von der Stiftung geförderte Projekte mit einer Verbesserung dieser Methodik, wie beispielsweise das Projekt von Prof. Dr. H. Scherübl vom Vivantes-Klinikum am Urban in Berlin (Früherkennung des Plattenepithelkarzinoms der Speiseröhre bei Kopf-Hals-Tumorpatienten, 2004) und von PD Dr. J. Gosepath (Anwendung der konfokalen Laserendoskopie zur intraoperativen Dignizitätsbestimmung bei oberflächichen Schleimhautveränderungen im Kopf-Hals-Bereich, 2005) am Universitätsklinikum Mainz.

Zur Weiterentwicklung dieser Ansätze in verbesserte Behandlungsmethoden sind die genauen Kenntnisse der molekularen Veränderungen im Laufe der Tumorentstehung von immenser Wichtigkeit. So untersucht Dr. R. Schuon am Universitätsklinikum Mainz die Veränderung des Chromosomensatzes der Krebszellen (Molekular-zytogenetische Untersuchung von Juvenilen Nasopharyngealen Angiofibromen, 2004). Auch die Ergründung chemischer Veränderungen welche die Aktivität bestimmter genetischer Informationen in den Tumoren regulieren (PD Dr. J. Brieger, Universitätsklinikum Mainz: Analyse epigenetischer Modifikationen von Tumorsuppressorgenen beim HNSCC, 2006),  stellen einen Mosaikstein für ein genaueres Bild der Krebserkrankung dar. Um dem „genetischen Fingerabdruck“ von Tumorzellen auf die Spur zu kommen, werden von Dr. T. Fillies, PD Dr. J. Kleinheinz und Prof. Dr. U. Joos vom Uniklinikum
Münster auch sogenannte Genchip-Analysen eingesetzt, um deren Ansprechen auf Therapieoptionen besser vorhersagen zu können (Genexpressionsanalyse oraler Plattenepithelkarzinome mittels Genchips, 2004). In diese Richtung gehen auch die Arbeiten von Dr. R. Feltens vom Universitätsklinikum Mainz, der noch einen Schritt weiter geht und die Eiweiß-Ausstattung der Tumore näher betrachtet (Analyse differentiell exprimierter Proteine bei Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches mittels 2D-Elektrophorese, Projektförderung 2004), welche letztendlich die Angriffspunkte für verbesserte Krebsmedikamente darstellen.

Mit einem wichtigen „Angriffspunkt“, der in Kopf- und Halstumoren vermehrt zu finden ist, beschäftigt sich Frau Dr. S. Knauer zunächst im Georg-Speyer-Haus in Frankfurt/M. und nun am Universitätsklinikum Mainz (Der Apoptose-Inhibitor Survivin als prädiktiver und therapeutischer Faktor bei Kopf- und Halstumoren, 2006). Der Eiweißstoff Survivin kann sowohl zur Vorhersage des Krankheitsverlaufes und des Ansprechens auf Therapien herangezogen werden, und wird als potentielle Zielstruktur für die Medikamentenentwicklung untersucht. Für diese Art der Forschung ist es nötig, die Eigenschaften und Bewegungen von Eiweißstoffen in lebenden Krebszellen sichtbar zu machen, um somit deren Wechselwirkungen mit chemischen Substanzen studieren zu können. Diese Art von Forschungsprojekten, welche der Entwicklung neuer Krebsmedikamente dienen, werden im Rahmen der Stiftungsprofessur Kopf-Hals von Prof. Dr. R. Stauber in der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Mainz bearbeitet.

Im Rahmen der momentanten Therapie von Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs hat die Bestrahlung einen festen Stellenwert inne  - sowohl als alleinige Therapiemöglichkeit, in Verbindung mit der Chemotherapie, sowie als begleitende Maßnahme nach einer Operation. Doch gibt es immer wieder Patienten, welche auf diese Behandlung nicht oder nur unzureichend ansprechen. Mit diesem Phänomen beschäftigen sich Prof. Dr. M. Kunkel, Dr. M. Moergel und Dr. J. Goldschmidt von der Abteilung Kieferchirurgie in Mainz (Prädiktion und Modulation der Strahlenresistenz oraler Plattenepithelkarzinome, 2006). Könnte man eine solche Resistenz vorhersagen oder aktiv verhindern, würde dem Patienten eine unnötige Strahlenbelastung erspart und der Therapieerfolg verbessert. Dipl. Biol. P. Schroeder von der Universität Mainz geht hier weiter in die Tiefe - er untersucht, ob die Strahlentherapie eventuell die Versorgung des Tumors mit Blutgefäßen ankurbeln könnte (Analyse der Induktion und Wirkung von proangiogenen Faktoren nach Bestrahlung von Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen, 2004). Eine solche gesteigerte Blutgefäßversorgung würde nämlich das Tumorwachstum begünstigen und würde somit eine ungewollte Nebenwirkung der Strahlentherapie darstellen.

Viele Krebspatienten leiden zudem an starken Schmerzen, was durch die Gabe von Schmerzmitteln gelindert werden kann. Interessanterweise wurde bei einer bestimmten Gruppe dieser Medikamente selbst eine antitumorale Wirkung festgestellt. PD Dr. J. Brieger untersucht am Universitätsklinikum Mainz, die molekularen Ursachen dieses Phänomen (Analyse cyclooxygenase-unabhängiger Mechanismen der antikanzerogenen NSAID-Wirkung, 2005).

Mit der neuen Therapieform der „Tumor-Impfung“ beschäftigt sich Frau Prof. Dr. E. Jäger vom Krankenhaus Nordwest in Frankfurt/M. Sie möchte das körpereigene Immunsystem gezielt zur Vernichtung von Tumorzellen stimulieren. Hierzu müssen zunächst relevante Zielstrukturen identifiziert werden, welche die Immunzellen aktivieren und diese zu den Tumorzellen locken (Intratumorale zelluläre Infiltrate in malignen Kopf-Hals-Tumoren - Korrelation mit der Expression von MHC-Klasse I und Cancer-Germline Antigenen als Prognoseparameter, 2005). Neben dem prognostischem Wert für die Krebserkrankung legen diese Arbeiten den Grundstein zur Entwicklung einer Immuntherapie für Kopf-Hals-Tumore, wie sie z.B. bei der Behandlung von Brust- und Hautkrebs bereits klinisch erprobt wird (Identifizierung von immunologisch relevanten Antigenen in Kopf-Hals-Tumoren – Grundlagen für die Entwicklung Antigen-spezifischer Immuntherapiestrategien, 2006).

Kontakt

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Kopf-Hals
c/o Peter E. Geipel
Walkmühlstraße 4
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